In der Anfangsphase wirkte beide Teams nervös und benötigten ein paar Minuten, um in die Partie zu finden. Ungenau Pässe und inkonsequente Zweikämpfe kennzeichneten das Spiel. Uns gelang es im Gegensatz zu Thum jedoch, die Fehler relativ schnell abzustellen, wodurch sich viele Freiräume boten. Die wussten wir denn auch zu nutzen und konnten durch einen mehr oder weniger gewollten, aber dennoch sehenswerten, Heber von Steve Rother bereits in der 8. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Danach gewannen wir eindeutig das spielerische Übergewicht, von den Gastgebern war Mitte der ersten Hälfte nicht mehr viel zu sehen. Sie hatten vielmehr mit sich selbst und ihrer neu formierten Abwehrreihe zu kämpfen. Eben diese Abwehrreihe leistete sich in der 24. Minuten einen kapitalen Schnitzer, in dessen Folge Lars Drechsel nach Zuspiel von Marcel Neumann allein auf den Kasten der Thumer zulief und den Ball am Keeper vorbei zum 2:0 ins Tor schob. Der Ausbau der Führung beflügelte uns und wir spielten weiter nach vorn, während die Gastgeber mit sich und kurz darauf auch mit dem Schiedsrichter haderten. Dieser pfiff nach einem Schubser an Lars Rösch, der im Strafraum der Thumer zu Boden ging, in der 32. Minute Elfmeter für uns. Der Strafstoß wurde von Marcel Neumann sicher verwandelt und wir konnten mit einer 3:0-Führung beruhigt weiter spielen. Und kurz vor der Halbzeitpause sorgten wir sogar für noch ein wenig mehr Entspannung in unseren Reihen, denn nach einem temporeichen Solo setzte Steve Rother den in der Mitte freistehenden Lars Rösch so gekonnt in Szene, dass dieser in aller Seelenruhe das 4:0 erzielen konnte.
Für die zweite Halbzeit hatten wir in erster Linie das Ziel, einen möglichen Gegentreffer zu verhindern, um die Gastgeber nicht auf irgendeine Art und Weise noch einmal in die Partie zurückkommen zu lassen. Doch deren Offensivbemühungen blieben an diesem Tag eher die Ausnahme, so dass nie wirklich Gefahr bestand, das Spiel noch einmal aus der Hand zu geben. Nach vorn waren unsere eigenen Bemühungen indes auch nicht mehr so zwingen wie in Halbzeit eins. Zwar spielten wir uns häufig in die Nähe des Thumer Strafraums, doch der entscheidende Pass wollte nicht mehr so recht gelingen. Die größte Chance, das Ergebnis noch weiter zu erhöhen, verpasste Eric Theisinger, der freistehend im 16-Meterraum einen Abpraller nicht richtig kontrollieren konnte. Ab Mitte der zweiten Hälfte machte sich jedoch in großen Teilen unserer Mannschaft der Schlendrian breit. Mit immer häufiger werdenden Ballverlusten luden wir die Gastgeber quasi dazu ein, doch auch einmal ein Tor zu schießen. Ein ums andere Mal brachten wir sie in aussichtsreiche Positionen, und nur Keeper Roman Seidel und das Thumer Unvermögen sorgten dafür, dass am Ende doch die Null stand. Zwar war der Sieg zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon unter Dach und Fach, dennoch zeigten wir am Ende der Partie spielerische Mängel, die in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch abgestellt werden müssen.
Unter dem Strich steht aber ein toller, weil gegen den Nachbarn Thum errungener, Sieg, der eigentlich nie gefährdet und sehr verdient war. Ausschlaggebend für den deutlichen Sieg war neben der guten Leistung der Mannschaft nicht zuletzt auch die Spitzenperformance unserer Fans, ohne die der Erfolg und der Jubel unmittelbar nach dem Abpfiff sicher nur halb so schön gewesen wären. Außerdem haben wir mit dem 4:0 den Spitzenplatz in der Staffel Ost der 1. Kreisklasse verteidigt und können uns nun in Ruhe auf das nächste Derby in 14 Tagen gegen die 2. Mannschaft des BSV Gelenau vorbereiten. Am nächsten Sonntag steht jedoch erst einmal die zweite Runde im Pokal an. Hierzu treten wir auf dem heimischen Rasen um 15.00 Uhr gegen Bermsgrün an.












