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ISG Satzung - Herolder SV 7:1 (4:0)

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Am 12. Spieltag der Kreisklasse Erzgebirge Staffel Ost sah der Ansetzungsplan für uns ein Auswärtspiel in Satzung vor. Sportlich war die ortsansässige ISG, aus dem ehemaligen MEK-Kreis, für die meisten von uns ebenso Neuland, wie die geographische Lage des 45 Autominuten entfernten, auf 800 Höhenmetern und nah der böhmischen Grenze liegende und zur Kreisstadt Marienberg gehörende Dörfchen Satzung.

 

Die Ausgangssituation sprach für sich: Der Gegner war – wie wir – recht gut in die Saison gestartet und durchlebte in den letzten Spielen eine an Punkten arme Durststrecke – wie wir. So dass sich zwei Mannschaften gegenüberstehen sollten, die sich  – so konnte man glauben – nicht nur als Nachbarn im hinteren Mittelfeld der Tabelle, sondern auch leistungsmäßig auf Augenhöhe begegneten.

Die Marschroute war für uns insofern klar, dass wir uns das, für nach dem Spielende angesetzte, Jahresabschlussmannschaftsessen im Satzunger Erbgericht mit einem Sieg versüßen wollten. Das Personalkarussell drehte sich auch diese Woche wieder, so dass (mal wieder) drei potenzielle Stammkräfte aus verschiedenen Gründen fehlten und ersetzt werden mussten. Nichtsdestotrotz sollte etwas Zählbares her!

Für das, was dann von uns ab 14.00 Uhr auf dem Satzunger Geläuf jedoch dargeboten wurde, dürfen die Worte „Unterirdisch“ oder „Frechheit“ noch als absolute Untertreibung verstanden werden. Es bedürfte einer Wortneuschöpfung, für die an dieser Stelle der Platz fehlt.

Kurz und knapp formuliert, könnte UNSER Spiel in etwa so zusammengefasst werden: In der Offensive zu harmlos, in der Defensive nicht präsent. Ob es am dichten Nebel auf dem Erzgebirgskamm lag, dass wir weder Ball noch Gegner sahen und zweitgenannten in der Defensive dann auch mehrmals sträflich allein stehen ließen oder, ob der Totensonntag für einige von uns Grund war, in Andacht und Ehrfurcht vor dem Gegner zu erstarren, wird wohl ein Rätsel bleiben. Fakt ist, alle Satzunger Spieler wirkten von der ersten Spielminute an gedanklich schneller, körperlicher frischer, spielerisch besser und taktisch cleverer. Dass der Gegner unter diesen Voraussetzungen das Spielgeschehen von Anfang an diktierte, muss wohl nicht weiter erwähnt werden.

Das Unheil nahm ab der 21. Minute seinen Lauf. Während wir in dieser Minute noch richtig Glück hatten, als die Gegner den Ball gleich dreimal hintereinander nicht in unserem Tor unterbrachten, wurde bereits eine Minute später der Torreigen für die Gäste eröffnet: Einen scheinbaren harmlosen Freistoß auf Höhe der Mittellinie verlängerte ein allein gelassener gegnerischer Stürmer zum 1:0 im Netz. Getäuscht sah sich der, der glaubte, wir würden anschließend unsere Totensonntagsleistung ablegen und ein lebendigeres Auftreten an den Tag legen. Satzung war weiterhin feldüberlegen und kam in der 37. Minute folgerichtig per Kopfball nach einer Ecke zum 2:0 -  der einköpfende Spieler stand erneut – ja genau: völlig allein. Das 3:0 folgte praktisch unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. Auf der rechten Abwehrseite verloren wir zunächst das Laufduell, die folgende Eingabe konnte nur zu kurz bzw. nicht konsequent abgewehrt werden und der sich daraus ergebende Schuss von der Strafraumgrenze landete erneut in den Maschen,  3:0. An der Stelle war das Spiel im Grunde genommen gelaufen. Allerdings fehlten bis zur Halbzeit noch 7 Minuten und warum sollte die der Gegner nicht nutzen, um noch auf 4:0 zu erhöhen? So geschah es dann auch in der 43. Minute. Diesmal verloren wir das Laufduell auf der linken Seite, die flache Eingabe konnte vom gegnerischen Stürmer gut kontrolliert in die Bewegung mitgenommen (klar, ohne Gegenwehr ist das meist ja auch recht einfach) und sicher zum 4:0 Halbzeitstand vollendet werden.

Einzige sehenswerte Aktion auf Herolder Seite blieb ein Tunnel von C. Schreiter per Hacke auf Höhe der Mittellinie. Offensivaktionen fanden quasi nicht statt.

Halbzeit zwei sah für uns ein Spiel bergab vor (und damit ist der etwas schräg liegende Satzunger Platz gemeint und nicht die sich abzeichnende Demütigung durch den Gegner) und es schien, als wolle sich die Mannschaft für den schwachen ersten Durchgang rehabilitieren. Wir begannen mit deutlich mehr Schwung, was in Anbetracht der leblosen ersten Halbzeit auch nicht schwer war und kamen nach einem satten Distanzschuss aus halbrechter Position durch D. Haase zum 4:1 Anschlusstreffer. Sollte da etwas sowas wie Gegenwehr zu erwarten sein? Nein, sollte es nicht. Zwar traf D. Haase nur zwei Minuten nach seinem Tor den Pfosten, anschließend spielte jedoch in erster Linie wieder der Gegner.

Nach einem stümperhaften Einsteigen unserer Abwehr im Strafraum, nahm der gegnerische Stürmer die Aufforderung zum Fallen dankend an. Folgerichtig zeigte der Schiedsrichter in der 62. Minute auf den Punkt, Elfmeter, 5:1 und eine gelbe Karte für M. Neumann wegen unsportlichen Verhaltens (er war der Meinung, den ausführenden Schützen durch einen lauten Schrei irritieren zu müssen, der Schiri fand das wenig lustig und die Mannschaftskasse freut sich über weitere 5 Euro). Schluss war damit noch lange nicht. In der 65. Minute konnten wir einen gegnerischen Freistoß nicht konsequent abwehren und ein  Satzunger Spieler zum 6:1 abstauben – wieder mal völlig alleinstehend. Den Schlusspunkt setzten die an diesem Tag stark spielenden Satzunger in der 82. Minute per Kopf. Erneut stand ein gegnerischer Stürmer sträflich allein am langen Pfosten vor unserem Tor und hatte keine Mühe aus kurzer Distanz einzunicken.

Erlöst wurden wir dann bereits in der 88. Minute durch den überpünktlichen Abpfiff des insgesamt ordentlichen Schiedsrichters (nein, zur Abwechslung war mal nicht der Unparteiische an der Niederlage zu schuld).

Für alle, die sich dessen bisher vielleicht noch nicht bewusst sind: Liebe Mitspieler, herzlich willkommen im Abstiegskampf.

Am kommenden ersten Adventssonntag wartet die auf den oberen Tabellenplätzen liegende Mannschaft von Einheit Börnichen auf uns. Der Auftritt in Satzung und die personellen Aussichten  (ohne 5 Stammspieler) lassen für dieses Spiel das Schlimmste erahnen…

Anstoß ist 14.00 Uhr auf dem knochenharten Herolder Ascheplatz. Wer auch immer sich das antun möchte, ist als Zuschauer herzlich eingeladen.


R. Seidel – M. Neumann (Gelbe Karte) – M. Goldammer, T. Schmidt – R. Gehlen, C. Schreiter (Wechsel81. Min R. Böhm), D. Neubert, R. Hennig,  D. Haase – R. Grimm, E. Theisinger
  • 22. Min.1:0
    37.Min.2:0
    38.Min.3:0
    43.Min.4:0
    51.Min.4:1D. Haase
    62.Min.5:1
    65.Min6:1
    82.Min7:1
Zuletzt geändert am: Montag, den 21. November 2011 um 19:12 Uhr

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